ICM – Photography

Eines der Themengebiete, die mich in der Fotografie gerade besonders interessieren, ist die
Intentional Camera Movement (ICM) – Fotografie.

Schon seit einigen Monaten langweilen mich „normale“ Fotografien.
Oft dreht es sich, wie so oft im Leben, nur darum, welches das beste Kamerasystem ist. Das beste Objektiv.
Das schärfste. Das mit dem Besten Kontrast und natürlich Mikrokontrast. usw.
(Mal abgeseehn von Portraits vielleicht 😉  )

Am Ende geht es darum, wer kann eine Szene am realistischsten ablichten.
Echt, real, bestenfalls so, wie man es vor Ort gesehen hat. Teilweise sogar noch besser, schärfer, als das menschliche Auge.
Vergleichbar eben. Wetteifern untereinander und/oder gegeneinander ist hip.

Am Ende sehe ich daher oft scharfe, echte Bilder, die mich langweilen.
Manchmal selbst meine eigenen 😉

Dann habe ich Bekanntschaft mit anderen fotografischen Themen gemacht und Freundschaft geschlossen.

Pinhole-Fotografie, gestische Fotografie, subjektive Fotografie, Langzeit- und Mehrfachbelichtungen, Reverse Lightpainting
und eben ICM … was soviel bedeutet wie, gewollte Kamerabewegung.

Die Kamera / Der Sensor ist das leere Blatt Papier. Die Welt, die Lichter sind die Pinsel.
Die Natur / die Lichtsituation in Verbindung mit mir, meinen Gedanken und Gefühlen, lässt das Bild auf dem Sensor entstehen.

Klar. Mann muss es mögen.

Aber wenn man sich auf diese Bilder einlässt, kann man viel entdecken und länger verweilen.
So viel mehr, als Schärfe, Kontrast und Farbechtheit.

Durchatmen. Gedanken ziehen lassen.

Camera
X-Pro1
Focal Length
16mm
Aperture
f/9
Exposure
2s
ISO
100

uwerichterphotography

 

Oft tun sich Formen und Lichter auf, die wir alleine für sich gar nicht gesehen hätte. Erst die Bewegungen, beeinflusst durch meine Gefühle und Gedanken,
lassen Dinge und deren Zusammenspiel sichtbar werden.

Camera
X-Pro1
Focal Length
16mm
Aperture
f/13
Exposure
4s
ISO
100

uwerichterphotography