Auf der Suche nach Inspiration

Vor kurzem beschlich mich eine Frage. Still und heimlich. Ich wurde davon nachts wach. Ich ging in die Küche und trank ein Glas Wasser. Dann sah ich aus dem Fenster und ließ dem Gedanken freien Lauf:

„Wann hast du eigentlich das letzte Mal so richtig nur für dich fotografiert?“

Im ersten Moment konnte ich das gar nicht richtig beantworten.
Ich ließ alles Revue passieren, was ich im letzten Jahr so gemach habe.
Da war viel „ausprobieren“ dabei. Ich wollte meinen Weg finden. Viele Objektive / Brennweiten habe ich probiert. Immer mal wieder etwas Neues gemacht. Andere Programme und Bearbeitungen getestet. Verschiedene Themen bedient. Und nun?

Mir ist alles viel zu viel geworden. Die Leichtigkeit ging dahin.

Ich suchte in mir nach Inspiration und fand eine Erinnerung.
Eine Erinnerung an ein Shooting, bei dem alles stimmte.

Ich traf eine Freundin. Im Gepäck eine Kamera mit zwei Linsen. Fertig.
Fotos waren gar nicht geplant, entstanden dann aber doch.
Schlicht. Fensterlicht. Echt.

Da will ich wieder hin. Kleines System. Wenig Auswahl. Nur das Nötigste, um einfach Bilder zu machen.
Licht sehen, Konzentration auf das Wesentliche … mein Gegenüber.

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4 Kommentare zu “Auf der Suche nach Inspiration

  1. Deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Bei mir war’s aber eher der (selbst auferlegte) Druck, fototechnisch gute Qualität liefern zu sollen. Anstatt mich auf die DSLR zu versteifen, hatte ich dann nur noch eine Kompakte oder mein Smartphone dabei … und entdeckte eine ganz neue, wunderbar „leichte“ Kreativität. Gerade das Smartphone wurde mein Fotofreund. Mit Aufstecklinsen, internen Filtern, On-Phone-Bearbeitung. Bei mir was es die Erkenntnis, dass ich die Vielfalt der Mittel brauche, um inspiriert und neugierig zu bleiben. Es sind nicht Motive oder Ideen die mir fehlten.

    Als weiteres wurde mir klar, dass ich unterwegs gerne leichtes Gepäck habe (so es nicht gezielt um eine Fototour geht). Und als Kompromiss holte ich mir zu meiner Canon EOS 700D das Mega-Zoom von Tamron 18-300mm. Das ist tricky und bleibt qualitativ ein Kompromiss. Aber mir ist der Genuss eines Ausfluges, locker leicht und mehr für die Freunde und das Erlebnis als für den Fotorucksack da zu sein, weit mehr wert.

    Und Deinen nächsten Beitrag zum Thema (In den Startlöchern) vor Augen, denke ich, wir gingen da wohl einen ähnlichen Weg. Ich denke, sobald man weiß, womit man sich wohl fühlt, kommt auch die Freude auf das Fotografieren zurück.

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  2. Es ist schwer, „für sich selber“ zu fotografieren. Das zu machen, wozu man Lust hat. Vor allem, wenn man sieht, dass „die Anderen“ ein Foto nach dem nächsten veröffentlichen und man selber irgendwie gerade nicht „top drauf“ ist. Dann einfach zu machen, was Spass macht, egal mit welcher Ausrüstung, einfach den Moment nutzen, die Inspiration. Ich denke, das ist auch „Freiheit“
    Und wenn dann so schäne Bilder rauskommen wie diese, dann ist es doch einfach „GUT“

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