Mein „Immerdrauf“

Oft lese ich in Foren und Blogs, dass Fotografen DAS Immerdrauf-Objektiv suchen und sich Empfehlungen erhoffen.
Es werden gerne diverse Zooms empfohlen, um möglichst mehrere Brennweiten in nur einem Gehäuse dabei zu haben.
Manche Kollegen empfehlen gerne kleine, leichte Festbrennweiten, die auch bei Wanderungen und Fahrradtouren nicht zu schwer sind.
Wieder andere glauben an die „Normalbrennweite“ des jeweiligen Systems.

Gegen alle Empfehlungen gibt es auch entsprechende Argumente, eben diese Empfehlung gerade nicht zu nutzen.

Ich persönlich habe für mich festgestellt, dass es schlicht am jeweiligen Stil des Fotografen liegt, welches „Immerdrauf“
verwendet werden sollte.

Immerdrauf in „“, weil es oft eben einfach keinen Sinn macht alles mit einem Objektiv fotografieren zu wollen.
Ich entscheide mich z.B. für einen Spaziergang durch die Stadt für die Normalbrennweite und sehe plötzlich eine Situation, wo ein Weitwinkel oder ein langes Tele von Vorteil wäre … was habe ich dann von einem „Immerdrauf“ ?

Hm … andersherum passiert es mir allerdings sehr häufig, dass ich mich mehr auf Situationen konzentriere, die meinem Immerdrauf entgegenkommen und gleichzeitig ander Dinge, die ich eh nicht fotografieren könnte, übersehe, bzw schlicht nicht wahrnehme.

Pause

Camera
X-Pro1
Focal Length
55mm
Exposure
1/1000s
ISO
200
Camera
X-Pro1
Focal Length
55mm
Exposure
1/1000s
ISO
200

 

Also gibt es auch für mich ein „Immerdrauf“. Das ist das Objektiv, das sich auch an meiner Kamera befindet, wenn sie zu Hause liegt.
Da kann ich schnell mal ein Foto vom Kater aufnehmen, oder bei Regen durch die Scheibe fotografieren.
Es ist aber auch drauf oder dran, wenn ich einen Spaziergang durchs Viertel unternehme oder meinen Vater auf dem Friedhof besuche.
Beides mache ich gerne nach Feierabend und/oder am Wochenende.
Auch beim Sonntagsspaziergang mit der Frau ist es meist „drauf“.
Es passt zu meinem Stil … denke ich zumindest 🙂

Für mich ist es an meiner Fuji X-Pro 1 das Minolta MC Rokkor 1:1,7 / 55mm  … also ein leichtes Tele. Portraitbrennweite würden andere sagen.
Auf Vollformat umgerechnet ein 82,5mm – Objektiv, das nicht nur bei Portraits, sondern auch in vielen anderen Situationen und für viele andere Motive für mich einfach gut geeignet ist.
Es ist recht klein, leicht, scharf und mit ausreichender Lichtstärke versehen …  und, in meinen Augen, wunderschön!

Dazu ist es ein Erbstück meines Vaters. Er kaufte es mit einer SRT 101 kurz nachdem ich geboren wurde, im Jahre 1969.

Viele Familienurlaube, Fahrradtouren mit mir und/oder meinen Geschwistern, viele Familienfeiern und sonstige Situationen hat es gemeistert und beinahe unbeschadet überlebt. Ein Schmuckstück aus solidem Metall und Glas. Ich liebe es einfach.
Optik, Haptik, Leistung, Brennweite … eben alles genau meins!

daher möchte ich euch heute teilhaben lassen und wer meinen Stil, meine Fotos, mag darf es gerne als Empfehlung verstehen 😉

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